Brokkoli – Grünes Gold der Ernährung?

Erinnerst du dich an deine Kindheit? Als du noch ganz klein warst? Verliefen die Mahlzeiten in deiner Familie friedlich? Oder haben deine Eltern dich – in bester Absicht – genötigt, dieses eigenartig aussehende grüne Gemüse auf deinem Teller zu essen?

In unzähligen Haushalten dieser Welt ist es jeden Tag derselbe Streit: Die Eltern versuchen, ihr Kind mit Brokkoli zu füttern. Das Kind hält in vielen Fällen aber leider so gar nichts davon und wehrt sich mit Pauken und Trompeten.

Doch wozu der Stress? Brokkoli gilt zwar als Symbol für gesunde Lebensmittel. Will jemand gesunde Ernährung bildlich darstellen, entscheidet sich dieser jemand in vielen Fällen für ein Foto von besagtem Gemüse.

Was ist wirklich dran? Oder noch besser gefragt: Was ist wirklich drin ? Werden die Inhaltsstoffe dem hohen Ansehen tatsächlich gerecht?

Randvoll mit Vitaminen und Mineralien

Brokkoli zählt botanisch zu den Kreuzblütlern. Diverse Ernährungsexperten, wie zum Beispiel „How not to die“-Autor Dr. Michael Greger, empfehlen, Vertreter dieser Gruppe täglich in den Speiseplan zu integrieren.

Und das mit gutem Recht. Brokkoli sieht wegen seiner grünen Farbe nicht nur gesund aus – er IST es auch.

Er ist so vollgestopft mit jeder Menge Vitaminen und Mineralstoffen, dass seine Nährwerte selbst gekocht noch unschlagbar sind.

Vitamin C

Schauen wir nur mal auf das gute alte Vitamin C alias Ascorbinsäure.

Brokkoli gehört zu den Kohlsorten. Diese genießen ohnehin den Ruf, echte Vitamin-C-Bomben zu sein.

Doch unser kleiner grüner Freund Brokkoli hat hier meilenwert die Nase vorn. Er enthält roh je 100 g etwa 94 mg des Vitamins – und damit fast doppelt so viel wie Wirsingkohl! Gedämpft kommt er dabei immer noch auf 74 mg.

Calcium

Doch da hört Brokkoli noch lange nicht zu punkten auf. Ernährst du dich vegan, solltest du deine Calcium-Zufuhr im Blick behalten. Calcium ist wichtig für deine Knochen und Zähne sowie für deinen Säure-Basen-Haushalt.

Wie gut, dass Brokkoli dich auch mit diesem Mineralstoff versorgt. Ganze 58 mg je 100 g liefert er dir. Nicht schlecht für ein Gemüse.

Übrigens: Dein Körper braucht dringend Vitamin D, um Calcium in deinen Knochen einlagern zu können. Ein guter Grund, die letzten Sonnenstrahlen des Spätsommers auszukosten.

Magnesium

Weiter geht´s!

In der Kategorie der Mineralstoffe geht als Nächstes an den Start:

… *Trommelwirbel* …

Magnesium! Stolze 18 mg je 100 g Rohgewicht liefert Brokkoli. Isst du eine Portion à 200 g, deckt das immerhin 10 Prozent (bei Männern) bzw. 12 Prozent (bei Frauen) deines Tagesbedarfs.

Folsäure

Für (werdende) Mütter und (ungeborene) Kinder ist Brokkoli ein Segen.

Schon in den ersten Wochen einer Schwangerschaft entwickeln sich das kindliche Gehirn und Nervensystem. Folsäure ist von den frühsten Stadien der Schwangerschaft an und die komplette Stillzeit über so wichtig, dass Ärzte vorsichtshalber schon grundsätzlich zum Supplementieren raten.

Wie gut, dass in 100 g der grünen Röschen je 39 µg des B-Vitamins stecken. Eine Portion (200 g) enthält somit 14 Prozent des Tagesbedarfs einer Schwangeren. Jippie!

… und noch viel mehr!

War das jetzt alles? Auf keinen Fall! Brokkoli rühmt sich außerdem mit seinem hohen Gehalt an

  • Kohlenhydraten und Ballaststoffen,
  • Eiweiß,
  • den Vitaminen E und K,
  • Kalium,
  • sowie den Mineralien Eisen und Zink.

Und das alles bei gerade einmal 0,2 g Fett und unglaublichen 34 kcal!

Fazit

Wir fassen zusammen: Brokkoli strotzt nur so vor gesunden Nährstoffen. Ein Wunder, dass so viele davon in ihn hineinpassen. Und trotzdem ist sein Energiegehalt ausgesprochen niedrig. Das hilft beim Abnehmen und macht ihn zum perfekten Verbündeten für alle, die Kalorien zählen.

Brokkoli hat sich den Titel „grünes Gold“ redlich verdient.

Das war dir alles etwas zu viel? Dir raucht der Kopf und du weißt gar nicht, wie du dir das alles merken sollst?

Keine Bange. Im Grunde reicht es, wenn eins hängen geblieben ist: Brokkoli ist supergesund und sollte viel öfter auf deinem Teller landen. Und wenn du noch mal nachlesen willst, warum eigentlich, kannst du jederzeit wieder hier vorbeischauen.

Wie steht´s mit dir? Hättest du das alles gewusst? Kennst du noch mehr coole Fakten rund um unseren grünen Star? Wie isst du ihn am liebsten? Oder leidest du womöglich an totaler Brokkoli-Abneigung?

Verrate es mir in den Kommentaren!

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